
Wildkräuter-Wissen
Der liebe Gott hat gegen jede Krankheit
ein Kräutlein wachsen lassen.
~ Maria Treben
Ringelblume
Die Ringelblumensalbe wird volksmedizinisch als DAS Wundheilmittel eingesetzt wie z.B. bei Hautentzündungen, Ekzemen oder bei wunder Schnupfennase. Auch Verbrennungen, Risse, Schrunden bei besonders trockener Haut lassen sich mit Ringelblumensalbe gut behandeln.
Wegen der wunderbar orangen Blüten besonders im Tee schön anzuschauen - und heilsam! Maria Trebern empfiehlt als Unterstützung der Gesundheit bei Tumoren einen Tee aus Ringelblumen, Schafgarbe und Brennnessel.
Kamille
Die echte Kamille erkennt man am hohlen Fruchtboden. Sie wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend, beruhigend, keimtötend, verdauungsfördernd und krampflösend. Darum kennt man die Kamille in jedem Bauchweh-Tee, aber auch Entspannungstees kommen nicht ohne sie aus, da sie zusätzlich noch angstlösende und nervenschützende Eigenschaften besitzt.
Gänseblümchen
Gänseblümchen blühen (fast) das gesamte Jahr. Nur wenn Regenwetter kommt, lassen sie die Blütenkelche geschlossen (Wetter-Anzeiger). Sie können aber noch mehr: Gänseblümchen sind ein altaltbewährtes Hausmittel für Frühjahrskuren - sie regen den Stoffwechsel an. Ihre auswurffördernde und antientzündlichen Eigenschaften werden bei Atemwegserkrankungen eingesetzt werden, zudem wirkt Gänseblümchen-Tee fiebersenkend und anti-entzündlich. Man kann sie aber einfach als essbare Blüten in den Salat oder auf die Suppe tun.
Ehrenpreis
Es gibt viele Arten von Ehrenpreis, das am Foto ist der Gamander-Ehrenpreis. Maria Trebern empfiehlt den Ehrenpreis bei Nervosität, unser Lehrer Dr. Dieter Schaufler meint, dass Ehrenpreis erdend bei zu viel "Kopf-Arbeit" (Stress, Unruhe, Kopfweh, Überlastung) wirken kann. Zudem kann Ehrenpreis gemeinsam mit Stiefmütterchen und Pfefferminze bei Juckreiz (Neurodermitis, Altersjucken, Ekzeme) helfen.
Malve (Käspappel)
Der Mythos, dass Moses Malventee gegen Fieber gab, ist eine volkstümliche Überlieferung, ist aber nicht direkt in der Bibel belegt. Die Malve ist jedoch eine der ältesten Heilpflanzen, bekannt für ihre schleimlösende und reizlindernde Wirkung bei Husten und Entzündungen, weshalb sie traditionell bei Fieber und Schleimhautproblemen eingesetzt wurde, wie auch von Hildegard von Bingen beschrieben.
Ihre Blüten färben den Tee zuerst rot, dann violett und schlussendlich grün - wunderbar in einer Glas-Teekanne zu beobachten.
Brennnessel
Alles an ihr ist nützlich und wertvoll: Die Wurzeln als Tee für die Prostata, die Stängel wurden zur Herstellung von Seilen und Stoffen verwendet, die Blätter sind als Gemüse oder Tee bei Rheuma, Blasenentzündung und Eisenmangel hilfreich und die Samen der Brennnessel gelten als Super-Food!
Und falls sie einmal brennt: Spitzwegerich und Sauerampfer helfen sofort!
Gundelrebe
Dr. Wolf Dieter Storl empfiehlt die Gundelrebe bei verschleimter Lunge, Bronchitis und Schleimhautentzündungen. Aufgrund der vielen enthaltenen Gerbstoffe ist Gundelrebe als Mundspülung bei wundem Zahnfleisch hilfreich.
Gundelrebe schmeckt sehr gut - und sehr intensiv! Als Wildgemüse daher mit anderen Krätuern z.B. Girsch mischen oder mit Topfen als Aufstrich sehr köstlich!
Schafgarbe
Die Schafgarbe gibt es in weiß (für die Frauen) und in rosa (für die Herren). Aufgrund ihrer vielen wirksamen Inhaltsstoffe ist sie vielfältig einzusetzen: für den Magen, für Haut und Schleimhäute, für die Leber - und ganz wichtig: für uns Frauen. Sebastian Kneipp sagte dazu: "Viel Unheil bliebe den Frauen erspart, würden sie ab und zu einmal nach Scharfgabentee greifen!" Und wir machen aus Schafgarbe, Mädesüß und Minze unseren "Hatschi-Sirup". Volksheilkundlich geht man davon aus, dass Schafgarbe das pflanzliche Antibiotikum sei.
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